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  • UNESCO Welterbe Limes

    Am nordwestlichen Ortsrand von Echzell liegen unter Äckern und Obstgärten die Überreste eines gewaltigen Limeskastells, von dem heute an der Oberfläche aber nichts mehr zu sehen ist. Mit 5,2 ha Fläche war es der größte römische Wehrbau am Taunus- und Wetteraulimes und eines der größten Kastelle an der gesamten obergermanischen Grenze. Entsprechend ausgedehnt war das zugehörige Kastelldorf (vicus).

    Das Alenkastell Echzell ist in den letzten Regierungsjahren Kaiser Domitians um 90 n.Chr. entstanden. Anfangs waren Umwehrung und Innenbauten aus Holz. Unter Kaiser Hadrian (117-138 n.Chr.) erhielt das Kastell eine steinerne Wehrmauer, auch die Kommandantur (principia) wurde zu dieser Zeit in Stein ausgebaut. Die Mannschaftsunterkünfte blieben jedoch Fachwerkbauten. Bei Germaneneinfällen in den 60er und 70er Jahren des zweiten Jahrhunderts und auch beim Alamanneneinfall von 233 n.Chr. wurde das Kastell größtenteils zerstört, aber anschließend immer wieder aufgebaut. Es bestand wahrscheinlich bis zur Aufgabe des Limes im Jahr 260 n.Chr. Im Kastell waren vermutlich eine Ala (Reiterregiment) und eine Kohorte (Infanterieabteilung) von jeweils 500 Mann stationiert gewesen.

    Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde nördlich der Kirche unter dem Friedhof ein größeres Gebäude ausgegraben, von dem man zunächst annahm, dass es sich um das Kastellbad handelte. Erst als das Saalburgmuseum in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts erneut Ausgrabungen durchführte, erkannte man, dass es sich bei dem Gebäude um ein großes Unterkunftshaus (mansio) mit eigenen Heizeinrichtungen (Hypokausten) gehandelt haben muss.

    Die Reste des Kastellbades liegen nämlich unter der evangelischen Pfarrkirche und wurden bei der Renovierung nach einem Brand (1960) entdeckt. Die Thermen waren etwa 50 m lang und gehörten zu den größten am Limes. Noch heute stehen die Mauern der Kirche auf römischen Fundamenten, doch war das Kastellbad wesentlich größer sie.Vor der Kirche sind die beiden Schwitzbäder im Pflaster markiert. Eine Hinweistafel klärt über die Bedeutung auf

    Das Kastell liegt hochwasserfrei auf einer flachen, lößbedeckten Anhöhe westlich vom Horlofftal. Der Limes zog 1,3 km entfernt an der anderen Seite des breiten und sumpfigen Tals entlang. Dort liegen unter einem Acker nicht weit vom Waldrand die Spuren des Kleinkastells Haselecke, von dem aber nichts mehr zu sehen ist. Ein bedeutender Grenzübergang wie etwa bei Kastell Butzbach ist aber hier nicht anzunehmen. Die Limesstrecke bei Echzell war durch die weiten Waldgebiete des Vogelsbergs geschützt, in denen es damals auch kaum Verkehrsverbindungen gab.

     

    Umso besser war das große Kastell durch gute Straßen mit der römischen Wetterau verbunden. Sie sind heute über viele Kilometer erhalten und dienen noch immer als Landstraßen dem Verkehr. Eine von ihnen verband Echzell mit Friedberg, die andere führte nach Nordosten in die nördliche Wetterau, unter anderem zum Kastell Arnsburg. Dadurch kamen die Echzeller Auxiliartruppen rasch an jeden Punkt des Wetteraulimes. Auch nach Norden, zum Kastell Inheiden und nach Süden gab es, parallel zum Limes, Straßen. Nahe der Straße, die in südlicher Richtung nach Ober Florstadt ging, lag beim Ortsteil Gettenau ein römischer Friedhof. Dort fand man den Grabstein mit der Darstellung eines Totenmahls, der sich heute im Museum Büdingen befindet.

    Quelle: http://www.taunus-wetterau-limes.de

     In Echzell gibt es ein Museum mit einer römischen Abteilung. Es befindet sich in der Nähe der Kirche:


    Museum Echzell
    Lindenstraße 3
    61209 Echzell

    Öffnungszeiten:

    sonntags          von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
    und                    von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

    Im Juli und August bleibt das Museum geschlossen.
    Führungen können für Besuchergruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden.
    Telefon: 06008/405 - Herr Renner
     

     


     


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